Stephan A. Jansen

Stephan A. Jansen

Die Zukunft der Zivilgesellschaft gemeinsam neugestalten

„Welche sozialen Innovationen und neugestalteten Institutionen brauchen wir im digitalen Zeitalter?“

Stephan A. Jansen ist seit 2016 Professor für „Philanthropy und Civil Society – Management, Innovation und Finance“ an der Karlshochschule Karlsruhe. Er ist zudem Co-Gründungspartner der Sozietät für Digitale & Soziale Transformation Das 18te Kamel & Komplizen GmbH. Angetrieben von „Neugier und Unwissen“ forscht er zur Zukunft der Zivilgesellschaft und Philanthropie sowie zum Humanismus im postdigitalen Zeitalter.

„Welche sozialen Innovationen begleiten die digitalen Innovationen?“ fragt Stephan A. Jansen. Zentral erscheint ihm hier die Entwicklung einer sinnstiftenden und zukunftsfähigen Bildungslandschaft: „Entwickelt neue Bildungsformate: mehr individuelle Bindung, weniger formale Bildung und klügere Digitalisierung & Gamification!“ Als leidenschaftlicher Radfahrer bewegt ihn darüber hinaus die Frage, wie die urbane Mobilitätswende gelingen kann. Wichtig sei darüber hinaus eine Stadtentwicklung, die die Quartiere nachhaltig und lebenswert gestaltet. Durch den direkten Problem-Druck in Nachbarschaften könnten Städte in einem positiven Sinne zu „Laboren der Transformation“ werden. Jansen sieht hier eine „Renaissance der Beziehungsfähigkeit“ entstehen. Für die Digitalisierung im Sozialen Sektor in Europa fordert er außerdem: „Stellt um von Konzepten der Utopie & Dystopie von Digitalisierung auf eine sozial-innovative Prototypie!“.
Stephan A. Jansen ist Bankkaufmann und promovierter Wirtschaftswissenschaftler. Von 2003 bis 2014 war er Gründungspräsident der Zeppelin Universität am Bodensee. Jansen arbeitete als wissenschaftlicher Berater von Bundesministerien und Bundeskanzleramt sowie als Beirat von Stiftungen, Unternehmen und Bildungseinrichtungen. Er ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen und regelmäßiger Kolumnen, u.a. im Wirtschaftsmagazin „brand eins“.

Die Rolle als Mentor sieht Jansen offen und praxisorientiert: „Ich biete nichts, ich reagiere auf Nachfrage – und dann auch häufig überraschend. Als Humboldtianer bin ich Unterstützer der Selbsthervorhebung und der Autorenschaft eigener Biografien.“ Von den Stipendiaten wünscht sich Jansen „steile Thesen und riskantes Denken“, die er gern mit- und weiterentwickelt.