Jivka Ovtcharova

Jivka Ovtcharova

Vom Internet der Dinge zum Internet der Sinne

„Mein Credo ist: digitales Wissen nahtlos in alltägliche Fähigkeiten und berufliche Qualifikationen umzusetzen – schnell, pragmatisch, durch Aktion“.

Prof. Dr. Dr.-Ing. Dr. h. c. Jivka Ovtcharova forscht und arbeitet an der Schnittstelle zwischen Ingenieur- und Computerwissenschaften. Ihr Antrieb ist es, dass „German Engineering“ fit für die Zukunft gemacht wird und auch im Internetzeitalter ein Markenzeichen bleibt. Seit 2003 leitet sie das Institut für Informationsmanagement im Ingenieurwesen (IMI) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und ist seit 2004 Direktorin für Process and Data Management in Engineering im Bereich Intelligent Systems and Production Engineering des Forschungszentrums Informatik (FZI) in Karlsruhe. Auf ihre Initiative hin wurde am KIT das „Industrie 4.0 Collaboration Lab“ eröffnet. Dort soll die Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittelständischer Unternehmen durch flächendeckende Digitalisierung, Vernetzung und echtzeitfähige Lösungen für das Tagesgeschäft gestärkt werden. Im Jahr 2014 wurde Jivka Ovtcharova als eine der 25 Frauen für die digitale Zukunft in Deutschland ausgezeichnet.

Jivka Ovtcharova promovierte in Maschinenbau und in Informatik und war in der Fraunhofer Gesellschaft sowie in der Automobilindustrie tätig. Die digitale Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft stehen heute im Mittelpunkt ihrer Arbeit. „Die Zukunft der Arbeitswelt liegt in der Partnerschaft von Mensch und Maschine, die zukünftigen Arbeitsräume sind kreative Co-Working-and-Sharing-Spaces“. Und welcher Arbeitstyp ist in Zukunft gefragt? „Right-Brainers – kreative Menschen mit digitaler Bildung und Qualifikation, der Fähigkeit des vernetzten Denkens und Handelns und mit dem Blick für das große Ganze“.

Mit ihrem Engagement als Mentorin für Latitude49 / Freiraum für Vordenker möchte Jivka Ovtcharova innovative, digitale Projekte unterstützen. Motivation und Begeisterung in Verbindung mit Teamgeist und herausragenden Leistungen sind für sie wesentlichen Punkte für ein erfolgreiches Projektteam. Gern bietet sie den Stipendiat*innen Ihr Netzwerk sowie ihre Institutionen mit hochmodernen Einrichtungen als Grundlage für den Mentoring-Prozess an. „Ich sehe meine Rolle als Mentorin im Front-End der digitalen Transformation, u.a. im Einsatz von IoT Plattformen, digitalen Zwillingen und modernen Technologien der virtuellen und erweiterten Realität. Das Industrie 4.0 Collaboration Lab in meinem Institut steht als moderne SW/HW Einrichtung und neutrale Plattform für Digitalisierung, Bildung und Qualifikation mit sachbezogener Zielsetzung und Orientierung auf Praxisrelevanz, Potential und Umsetzbarkeit. Als Mentorin werde ich dafür sorgen, dass Erkenntnisse, die heute gewonnen werden, schnell in die Praxis fließen: als Mehrwert für alle. Ich lade herzlich ein, mit Begeisterung und Erfolg bei der Gestaltung der Arbeitswelt der Zukunft mitzuwirken!“